Wenn Sie sich für eine Mitarbeit bei der TelefonSeelsorge interessieren, melden Sie sich gerne zu einem telefonischen Informationsgespräch in der Geschäftsstelle der TelefonSeelsorge, Tel.: 0561 282399.

 

Geeignet für den Dienst am Telefon sind Menschen, die bereit sind, ihren persönlichen Lebensweg mit allen Höhen, Tiefen und Unwegsamkeiten zu reflektieren, die die Verschiedenartigkeit der Anruferinnen und Anrufer annehmen können, neugierig sind auf neue Erfahrungen mit sich selbst und in der Ausbildungsgruppe. Vorausgesetzt werden psychische Stabilität, Kritikfähigkeit und Sensibilität sowie ein Bezug zum christlichen Glauben.


Ehrenamtliche Mitarbeiter*innen durchlaufen ein Auswahlverfahren und werden in einem einjährigen Ausbildungskurs auf die Arbeit am Telefon vorbereitet. Die Ausbildung umfasst ca. 120 Stunden (inkl. Hospitationen). Die Ausbildungsgruppe trifft sich wöchentlich (außer in den Schulferien) für 2,5 Stunden.

 

Vermittelt werden Fertigkeiten, Fähigkeiten und Kenntnisse, die in die Lage versetzen, am Telefon hilfreiche Gespräche führen zu können. Im Mittelpunkt der Ausbildung stehen:

 

  • Selbsterfahrung
  • die Theorie und Praxis der Kommunikationspsychologie
  • die Grundlagen der Gesprächsführung
  • die Vermittlung von Grundwissen im Umgang mit Themen, die am Telefon häufig vorkommen, wie Suizid, psychische Erkrankungen,Trauer, Einsamkeit, Beziehungskrisen und Sinnfragen.


Im zweiten Halbjahr der Ausbildung nimmt die Praxiserprobung (Hospitation und Telefonberatung unter Anleitung) einen größeren Raum ein. Für die Online-Beratung ist ein besonderer zusätzlicher Ausbildungskurs erforderlich.

 

Die Kosten für die Ausbildung übernimmt die TelefonSeelsorge Nordhessen. Wir erwarten wir im Anschluss an die Ausbildung eine mindestens 2-jährige Mitarbeit.

 

Nach der Ausbildung ist die Teilnahme an der regelmäßigen Supervision Pflicht. In der konkreten Gesprächssituation am Telefon sind die Ehrenamtlichen auf sich allein gestellt. Sie müssen sich flexibel auf die jeweiligen Anrufenden einlassen und auf das, was an Themen auf sie zukommt: Lebenskrisen, Tod, Trauer, Beziehungsdramen, Krankheit oder psychische Störungen. Deshalb ist eine fachliche Begleitung in einer Supervisionsgruppe für alle TelefonSeelsorgerinnen und -seelsorger Pflicht. Zum einen dient es der Entlastung, wenn schwierige Gespräche nachbesprochen werden können, zum anderen der Nachbereitung der Gespräche und damit der Sicherung der Qualität der Arbeit am Telefon.

Für alle Mitarbeitenden werden regelmäßig Fortbildungen zu unterschiedlichen Themen angeboten. Seminare gibt es zu Fragestellungen, die sich aus dem Dienst am Telefon ergeben wie beispielsweise der Umgang mit Menschen mit psychischen Erkrankungen, mit klagenden oder sehr aggressiven Menschen. Darüber hinaus gibt es Angebote zur Erweiterung des methodischen „Handwerkszeugs“: Seminare zur ressourcenorientierten Gesprächsführung, Fragetechniken oder zum Kennenlernen neuer Beratungsmethoden.

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