... mich bei der TelefonSeelsorge als Mitarbeiter zu bewerben.
Angeregt wurde die Idee bei einer längeren Reise durch Asien: dort fiel mir auf, dass die Menschen trotz ihrer Armut in allen Bereichen des Lebens freundlich waren und einen zufriedenen Eindruck machten. Ganz im Gegensatz zu den Menschen in meiner Alltagswelt in Deutschland.

Während andere sich richten, um Freunde zu treffen oder ins Kino zu gehen bzw. sich auf einen ruhigen Abend zu Hause freuen, beginne ich meine Sachen zu packen. Ein Buch, eine Tafel Schokolade, meinen i-Pod, warme Strümpfe, einen dicken Pullover. Ich habe für heute den Dienst von 20 bis 23 Uhr sowie auch den von 23 bis 8 Uhr übernommen. Freiwillig. Ich gehöre zu den gut 70 Frauen und Männern, die für die TelefonSeelsorge Nordhessen an jedem Tag des Jahres rund um die Uhr am Telefon sitzen. Wenn ich ankomme, wird sich die Kollegin schon freuen, dass ich sie ablöse, genauso, wie ich mich morgen dann freuen werde. Ein kurzer Plausch, wie war der Dienst, irgendwelche Besonderheiten, was macht die Familie, wann sieht man sich mal wieder? Man kennt sich teilweise aus der Ausbildungsgruppe sehr gut, manchmal eben nur von der Übergabe.

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