• 1956: In Berlin wird die erste Stelle für "Lebensmüdenberatung" in Deutschland ins Leben gerufen.
  • 1957: Pfarrer Erich Stange, der schon 1956 in Berlin als Gründungsmitglieder dabei war, gründet in Kassel die erste Stelle mit dem Namen "TelefonSeelsorge". Der Beiname lautet: "Auffangstelle für Stress-Situationen".
  • 1972: Der Verein "TelefonSeelsorge Kassel" wird gegründet. Erster Vorsitzender ist Studienassessor Peter Harlass, 2. Vorsitzende Renata Hess. Der Mitgliedsbeitrag beträgt 1 DM.
  • 1973: Udo Lüst wird zum ersten Vorsitzenden gewählt und behält dieses Amt für fast 30 Jahre.
  • 1975: Noch ist die TelefonSeelsorge im Haus der Familie Stange / Hess untergebracht. Man trifft sich einmal im Monat, um sich über die Gespräche auszutauschen. Eine Ausbildung oder Supervision gibt es nicht. Die 15 bis 20 Mitarbeitende können keinen Dienst rund um die Uhr leisten. Ratsuchende müssen die kostenpflichtige Nummer der TelefonSeelsorge anrufen, um über ein Band zu erfahren, unter welcher Nummer der diensthabende Mitarbeiter in seiner Privatwohnung zu erreichen ist, was einen zweiten kostenpflichtigen Anruf nach sich zieht. Im Laufe des Jahres erfolgt der Umzug in Räume des Diakonischen Werkes Kassel (Hermannstraße). Neue Mitarbeitende erhalten eine kurze Schulung von einem Mitarbeiter des Diakonischen Werkes. In einem Bericht aus diesem Jahr ist zu lesen: "Eine finanzielle Unterstützung durch die Caritas und das Diakonischen Werkes wird angestrebt".
  • 1976: Erste Satzungsänderung, Wahlen finden seitdem nur alle zwei Jahre statt.
  • 1978: Jutta Zeiler, später von Bismarck, wird mit einer halben Stelle die erste Geschäftsführerin. Seitdem gibt es die verpflichtende Ausbildung und die vierzehntätigen Supervisionsgruppen. Es sind nun 54 Ehrenamtliche am Telefon tätig.
  • 1980: Einführung der bundesweit einheitliche Telefonnummer: 111 0 111. Umzug der TelefonSeelsorge Kassel in die Frankfurter Straße. Das wird notwendig, da die Anzahl der ehrenamtlichen Mitarbeiter stetig anwächst und die geregelte Struktur von Ausbildung, Supervisionsgruppen und Fortbildungen eine räumliche Erweiterung dringend notwendig macht.
  • 1987: 30-jährige Jubiläumsfeier in den Räumen der Johanniskirchengemeinde, Frankfurter Straße.
  • 1990: Es ist finanziell sehr eng. Fahrtkosten können nicht mehr gezahlt werden, der Mitgliedbeitrag verdreifacht sich von 12 DM auf 36 DM pro Jahr. Die Fortbildungsmaßnahmen werden drastisch gekürzt.
  • 1992: Helga Thomson übernimmt die Stelle der Geschäftsführerin als volle Stelle.
  • 1997: Die Deutsche Telekom wird Partner der TelefonSeelsorgestellen in Deutschland, die Anrufe werden kostenfrei. Ein deutlicher Anstieg der Anrufe ist zu spüren, u.a. sind Scherzanrufe die Folge. Die TelefonSeelsorgestellen gehen die Verpflichtung ein, rund um die Uhr besetzt zu sein.
  • 2000: Alle Kirchenkreise sind nun im Einzugsbereich der "TelefonSeelsorge Kassel". Damit wird deutlich, dass die „TelefonSeelsorge Kassel“ für den ganzen nordhessischen Bereich zuständig ist. Auf der Mitgliederversammlung 2000 wird sie in „TelefonSeelsorge Nordhessen“ umbenannt.
  • 2002: Umzug in ein ehemaliges Pfarrhaus, da inzwischen etwa 90 Ehrenamtliche für die Rund-um-die-Uhr-Besetzung sorgen. Eine Bürofachkraft mit einer halben Stelle wird eingestellt.
  • 2002: Pfarrer i.R. Udo Lüst beendet seine Tätigkeit als 1. Vorsitzender. Ihm folgt Dekan i.R. Gerd Haenisch.
  • 2004: Gründung des Fördervereins. Vorsitzender wird Dr. Roland Gayer. Der Verein entlastet die TelefonSeelsorge deutlich bei der Beschaffung von Fördergeldern.
  • 2005: Unter Leitung von Dr. Roland Gayer nimmt auch die TelefonSeelsorge Nordhessen an der Mailberatung teil.
  • 2013: Helga Thomson reduziert auf eine halbe Stelle, Salome Möhrer-Nolte kommt zur Verstärkung.
  • 2014: Die "TelefonSeelsorge Nordhessen" hat 75 TelefonSeelsorgerinnen und TelefonSeelsorger von denen sechs zudem bei der bundesweiten Mailberatung mitarbeiten.
  • 2017: Nach 15 Jahren als Vorsitzender der Telefonseelsorge Nordhessen übergibt Dekan i.R. Gerd Haenisch nach den turnusmäßigen Vorstandswahlen das Amt an Pfarrer Jochen Gerlach.
  • 2017: Als zweitälteste Dienststelle bundesweit feiert die Telefonseelsorgen Nordhessen ihren 60. Geburtstag mit einem großen Mitarbeiter*innenfest, einem Festgottesdienst und einem Empfang. Aus Anlass des Jubiläums erscheint zudem eine Festschrift. Zugleich wird auch der Abschied der langjährigen Geschäftsführerin Helga Thomson begangen, die nach 25 Jahren in den Ruhestand tritt. Salome Möhrer-Nolte übernimmt als alleinige Geschäftsführerin die Dienststelle.